Kein Tag steht so sehr für das jahrhundertelange deutsche Ringen um Demokratie wie der 18. März: der Tag der Mainzer Republik 1793, der Revolution von 1848 und der ersten freien Volkskammerwahl in der DDR im Jahr 1990. Daran wollen wir erinnern. Deshalb feiern wir den 18. März als Tag der Demokratiegeschichte.
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erinnert an Menschen, Orte und Momente, die Demokratie möglich gemacht haben. Und daran, dass die Demokratie auch heute unseren Einsatz braucht.
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Prolog im Deutschen Bundestag:
Unmittelbar vor dem 18. März gab es zwei Auftaktveranstaltungen im Deutschen Bundestag:
16. März 2026, 18:00 Uhr. Ausstellungseröffnung mit Podiumsgespräch: „Das Volk ist sich seiner selbst bewusst geworden. Die 10. Volkskammer der DDR“. Eröffnung durch den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Bodo Ramelow. Es diskutieren Dr. Sabine Bergmann-Pohl (Präsidentin der 10. Volkskammer und letztes Staatsoberhaupt der DDR, Bundesministerin a. D. und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft e. V.), Dr. Gregor Gysi (Mitglied der 10. Volkskammer und Mitglied des Deutschen Bundestages) und Markus Meckel (Mitglied der 10. Volkskammer und letzter Außenminister der DDR). Ort: Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Mauer-Mahnmal).
17. März 2026, 15:00 Uhr. Öffentliche Diskussion. Forum W: „Demokratie – Geschichte?“. Es diskutieren die Historikerin Sonja Levsen, der Politikwissenschaftler Jens Hacke und der Staatsrechtler Christoph Schönberger. Ort: Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Veranstaltungsfoyer).
Ausstellungseröffnung mit Podiumsgespräch: „Das Volk ist sich seiner selbst bewusst geworden. Die 10. Volkskammer der DDR“. Eröffnung durch den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Bodo Ramelow.
Es diskutieren Dr. Sabine Bergmann-Pohl (Präsidentin der 10. Volkskammer und letztes Staatsoberhaupt der DDR, Bundesministerin a. D. und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft e. V.), Dr. Gregor Gysi (Mitglied der 10. Volkskammer und Mitglied des Deutschen Bundestages) und Markus Meckel (Mitglied der 10. Volkskammer und letzter Außenminister der DDR).
Ort: Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Mauer-Mahnmal).
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forum W“ der Abteilung Außenbeziehungen, Europa und Analyse diskutieren die Historikerin Sonja Levsen (Tübingen), der Politikwissenschaftler Jens Hacke (Hamburg) und der Staatsrechtler Christoph Schönberger (Köln).
Das interdisziplinäre wissenschaftliche Streitgespräch widmet sich der bewegten Vergangenheit und herausfordernden Zukunft dieses Staatsmodells in Deutschland. Ort: Veranstaltungsfoyer des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses (MELH).
Bild: Foto der Veranstaltung im Deutschen Bundestag
Tag der offenen Tür zur Fotoausstellung „Gesichter der Freiheit – Stimmen der Demokratie“: Die Künstlerin ist vor Ort, begrüßt die Besucher*innen persönlich und gibt laminierte Bildmotive mit historischen Szenen (Kaiserreich, 1920er, 20. Jh.) als Kontrastimpuls aus. Entlang der Porträts entstehen Gespräche über Gesten, Körperhaltungen und Erfahrungen – mit der Leitfrage: Was bedeutet Demokratie, und warum ist Freiheit nicht selbstverständlich?
In einer zunehmend pluralen Einwanderungsgesellschaft steht Erinnerungskultur vor neuen Herausforderungen: Unterschiedliche historische Erfahrungen, Perspektiven und Narrative treffen aufeinander und fordern etablierte Formen des Erinnerns heraus. Schulen als zentrale Orte politischer Bildung tragen eine besondere Verantwortung, junge Menschen zu einer reflektierten, dialogfähigen und demokratischen Auseinandersetzung mit Geschichte zu befähigen. Die Podiumsdiskussion am Kreisgymnasium St. Ursula in Haselünne soll hierzu einen aktiven Beitrag leisten.
„Wege zur Demokratie – in Weinheim und der Welt“ heißt der Vortrag von Heiner Bernhard am 18. März um 19 Uhr. Nach einem Blick auf die heutige Situation in Deutschland schildert Weinheims ehemaliger Oberbürgermeister die wenig erfreuliche Demokratiegeschichte von den verheißungsvollen Anfängen im alten Athen bis zum Ende des Absolutismus. Ausgehend von der Aufklärung als Fundament der Moderne spricht er die Demokratisierung in Nordamerika und Frankreich an mit deren Auswirkungen auf die Entwicklung in Deutschland – insbesondere im 19. Jahrhundert. Weinheimer demokratische Sonderwege in der Zeit vor der Geltung der Gemeindeordnung runden den Vortrag ab.
„Kein Tag steht so sehr für des jahrhundertelange deutsche Ringen um Demokratie wie der 18. März.“ (Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier). Aus Anlass dieses Erinnerungs-Tages hat der Verein „Baltringer Haufen – Freunde der Heimatgeschichte“ bei der vor Jahresfrist enthüllten „Freiheitsstatue“ auf dem Dorfplatz in Mietingen-Baltringen ein Banner zur Bedeutung des 18.März in der deutschen Geschichte platziert.
Nur wenige Tage vor dem 18.März hat das Bauernparlament aus Vertretern des Baltringer Haufens sowie des See- und Allgäuer Haufens im Jahre 1525 in Memmingen die Zwölf Artikel und die Bundesordnung beschlossen. Den Zusammenschluss der drei Haufen haben die Baltringer in die Wege geleitet. Die Zwölf Artikel wurden am 19.März 1525 zum ersten Mal gedruckt und werden als erste Menschenrechtserklärung in Deutschland betrachtet. Sie basieren auf den Beschwerdeschriften der Baltringer Bauern. In der Bundesordnung umreißt das Bauernparlament die Idee einer oberschwäbischen Eidgenossenschaft und gewährleistet eine demokratische Mitwirkung auf regionaler Ebene. „Der Auftrag von 1525 lautet heute,“ enden die Ausführungen auf dem Banner, „die mit dem Grundgesetz errungenen Rechte und Werte nicht zu gefährden, sondern zu verteidigen.“ Laufzeit der Ausstellung: bis 24. März 2026.
1989/90 markierte einen tiefgreifenden historischen Umbruch – auch in der Hansestadt Stendal. Die thematische Stadtführung mit Stadtführer Arne Marzahn führt zu zentralen Orten der Wendezeit in Stendal und beleuchtet Ereignisse, Akteure und Entwicklungen zwischen Friedlicher Revolution und deutscher Einheit. Erfahren Sie, wie gesellschaftlicher Wandel, Bürgerengagement und neue Freiheiten das Leben in Stendal nachhaltig prägten.
Die Stadtführung beginnt am Markt (Markt 1, 39576 Stendal). Die Führung ist kostenfrei und endet an der Stadtbibliothek.
Das Ludwig Erhard Zentrum präsentiert zum Tag der Demokratiegeschichte die Wanderausstellung des Vereins Weimarer Republik e.V. Filme, Ausstellungstafeln und historische Bildquellen beleuchten politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aspekte der ersten deutschen Demokratie. Es lohnt, sich an die Weimarer Republik zu erinnern. Einige der damaligen Probleme sind erstaunlich aktuell und wir können wertvolle Lehren aus der Vergangenheit ziehen.
Der Autor und Journalist Helmut Ortner stellt sein aktuelles Buch „Gnadenlos deutsch – Von der Gegenwart der Vergangenheit“ vor. In Essays und Reportagen setzt sich Ortner mit der fortwirkenden Bedeutung der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinander und fragt, wie demokratische Gesellschaften heute mit Geschichtsrevisionismus, populistischen Angriffen auf Erinnerungskultur und antidemokratischen Tendenzen umgehen können.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, über die historische Verantwortung und die Gegenwart der Demokratie in Deutschland zu diskutieren: Wie viel muss eine Demokratie aushalten? Wo liegen ihre Grenzen? Und welche Rolle spielt die Erinnerung an die NS-Zeit für die Verteidigung demokratischer Werte heute? Diese Fragen stellen wir uns in einem Haus der Demokratiegeschichte, dem „Alten Landratsamt“ – einem Ort, der wechselvollen deutschen Demokratiegeschichte.
Der Eintritt ist frei. Anmeldung über die Seite der vhs Moers erbeten.
Das Stück „Andersland“ behandelt die Themen Demokratie und Mitbestimmung. Es dient als Einstieg, um mit Kindern über die lokale Demokratiegeschichte zu sprechen. Im historischen Rathaus erfahren sie, dass eine Demokratie wachsen muss und dass sie nur gemeinsam lebendig bleibt. Nach der Aufführung können die Schüler*innen den Großen Rathaussaal kennenlernen und dem Bürgermeister Fragen stellen. Lehrkräfte erhalten Begleitmaterial. Zwei Aufführungen: 10:45 und 12:15 Uhr (c) Stadt Minden
Unser Haus verfügt seit einiger Zeit über einen Fotoschatz aus den Zeiten der Bonner Republik die dem Gustav-Stresemann-Institut (GSI) von den Bonn-/Berliner Gastronomen der „Ständigen Vertretung (StäV)“ zur Verfügung gestellt wurde. Die in den Räumlichkeiten des GSI gezeigte Ausstellung bietet viele Impulse zum Austausch und zur Reflexion. Welche Erinnerungen haben wir ggf. selber noch an die Zeit? Wie nehmen wir die Fotos heute wahr? Welche Vorstellungen haben wir von der politischen Landschaft damals? Und wie unterscheiden sich die Eindrücke von der
politischen Kommunikation heute?
Foto: Gustav-Stresemann-Institut (Fotografin: Bernadett Yehdou, Bonn)
In der Schule lernen wir, dass die Anfänge der Demokratie im antiken Griechenland liegen. Damit fußt unser Denken über Mitbestimmung, Teilhabe und Öffentlichkeit auf einer mehr als 2000 Jahre alten Geschichte. Doch wie demokratisch war die „Musterdemokratie“ in Athen um 500 v.Chr. aus unseren Schulbüchern nach unserem heutigen Verständnis eigentlich? Diese Führung anlässlich des Tages der Demokratiegeschichte betrachtet die Anfänge im alten Griechenland und schlägt den Bogen in die Gegenwart.
Der Stadtschüler:innenrat Frankfurt am Main lädt ein: Wir werden gemeinsam mit fachkundiger Begleitung die Paulskirche besichtigen, ihre Gestalt und ihre Geschichte kennenlernen. Hierbei wird ein besonderer Fokus auf die Bedeutung und das Fortwirken dieses Ortes deutscher Demokratiegeschichte in die heutige Zeit für Schülerinnen und Schüler gelegt werden.
Die Führung ist kostenlos, der Eintritt ist frei. Treffpunkt: vor dem Eingang der Paulskirche (Paulsplatz 11),
Eine Veranstaltung des Stadtschüler:innenrats Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Bürgerverein Demokratieort Paulskirche e.V.
Gera – zusammen verbunden: Forum Demokratie & Stadtgesellschaft – ein Beitrag der Bibliothek Gera zum bundesweiten Tag der Demokratiegeschichte. In seinem Vortrag „Fakten und Alltag“ beleuchtet der Autor und Fotograf Frank Rüdiger eher unbekannte Fakten und Ereignisse aus der Geschichte der Stadt Gera. Das Spektrum reicht dabei von der Politik, über die Wirtschaft und Kultur bis hin zum Alltag der Menschen in der ostthüringischen Stadt.
Einen Ort der Demokratiegeschichte live erleben! Der Friedhof der Märzgefallenen wurde von den Aufständischen der Berliner Märzrevolution für die gefallenen Barrikadenkämpfer:innen geschaffen. Seit 1848 finden an diesem einzigartigen Ort Gedenkfeiern statt, werden Freiheits- und Menschenrechte eingefordert und der gefallenen Revolutionär:innen gedacht.
Zwei Termine: 12 Uhr und 15 Uhr
Der Verfassungskonvent von Herrenchiemsee 1948 hat die Grundlage für das Grundgesetz geschaffen und damit Maßstäbe auch für unsere heutige Demokratie gesetzt. Doch wie erklärt man komplexe Grundbegriffe wie Rechtsstaat so, dass sie alle verstehen? Was sollten wir von der Geschichte der Demokratie wissen und wie können wir heute die Demokratie gegen ihre Feinde schützen?
Interviews, thematische Führungen/Aktionen im und um das Verfassungsmuseum auf Herrenchiemsee mit Fokus auf Mittelschulklassen.
Auch die Campusbibliothek für Informatik und Mathematik Saarbrücken beteiligt sich mit einer Aktion am diesjährigen Tag der Demokratiegeschichte! Wir haben für Sie Infos zu den Ereignissen des 18. März zusammengestellt, außerdem Poster – und Informationsmaterial zum heutigen parlamentarischen System in Deutschland (Wahl, Gewaltenteilung, Grundrechte) bereit. Das Material haben wir zum größten Teil von der Bundes- und Landeszentrale für politische Bildung bezogen. Studierende können sich in in deutscher und englischer Sprache zu den Themen Demokratie und aktive Teilhabe informieren.
Bei der Veranstaltung des Geschichtsvereins Nierstein e.V. wird sich die Podiumsrunde mit neuen Wegen in Comicform, über das Smartphone und in Schulen befassen. Was ist das Besondere an Cornelia Kandlers Graphic Novel „Anna und die Mainzer Republik“. Auf die Spuren von Demokratie und Freiheit in Nierstein begeben sich Hans-Peter Hexemer und Jochen Werner und zeigen wie „History für Handy“ funktioniert. Interessante neue Projekte im Geschichtsunterricht stellt der Geschichtslehrer Jörg Adrian vor.
Der renommierte Historiker Norbert Frei stellt seine Adenauer-Biographie vor. Unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland ragt Konrad Adenauer heraus. Nach NS-Diktatur, Zweitem Weltkrieg und Holocaust bildet er die erste Bundesregierung. Er verankert die von außen gestiftete Demokratie im Westen und legt die Fundamente einer Erfolgsgeschichte, die dort auf Jahrzehnte hinaus Wohlstand und Frieden beschert. Aber er nimmt auch die deutsche Teilung in Kauf und ermöglicht Millionen Landsleuten ein Beschweigen ihrer Vergangenheit.
Dr. Norbert Frei ist Professor em. für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von Standardwerken wie „Vergangenheitspolitik“ und „Der Führerstaat“. Anmeldung erbeten unter vhs[at]recklinghausen.de
In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Kreis Recklinghausen, dem Verein für Orts- und Heimatkunde, der GEE-Pädagogischen Akademie und dem Theodor-Heuss-Gymnasium.
Foto: Verlag C.H. Beck
Besuchen Sie den Kohl Salon und lernen Sie Helmut Kohl und die Herausforderungen seiner Regierungszeit kennen. Sie erwartet eine Fotografie-Ausstellung mit Arbeiten von Konrad-Rufus-Müller und Barbara Klemm, eine Medienstation, die Ihnen den Menschen und Staatsmann Helmut Kohl vorstellt, und ein filmischer Rückblick auf die 16-jährige Kanzlerschaft. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bild: © Bundesregierung / Wienke
Hier finden Sie Bilder von Veranstaltungen rund um den Tag der Demokratiegeschichte 2026.
Wir danken allen, die eine Veranstaltung besucht, veranstaltet, organisiert oder unterstützt haben!
Robert Blum, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung 1848
Der 18. März ist ein bedeutendes Datum der deutschen Demokratiegeschichte. Am 18. März 1793 erklärt der rheinisch-deutsche Nationalkonvent die Volkssouveränität und gründet somit die Mainzer Republik, ein frühes Beispiel teil-demokratischer, parlamentarischer Selbstverwaltung. 55 Jahre später, am 18. März 1848, führen Barrikadenkämpfe in Berlin zur Märzrevolution in Preußen. Damit erreicht der Kampf um politische Mitbestimmung einen ersten Höhepunkt. Am 18. März 1920 scheitert nach einem reichsweiten Generalstreik der Kapp-Putsch gegen die junge Weimarer Republik endgültig. Der 18. März 1990 markiert im Zuge der Friedlichen Revolution die erste und einzige freie Wahl zur Volkskammer der DDR. Der 18. März eignet sich daher wohl wie kein anderer Tag, um an die wechselvolle Geschichte der Demokratie in Deutschland zu erinnern.
Am 18. März 1793 erklärt der rheinisch-deutsche Nationalkonvent die Volkssouveränität und begründete die „Mainzer Republik“. Die Mainzer Republik ist ein frühes Beispiel teil-demokratischer, parlamentarischer Selbstverwaltung. 126 Städte und Gemeinden links des Rheins und südlich der Nahe entsandten insgesamt 128 Abgeordnete in den Konvent. Unter französischem Schutz existierte die Mainzer Republik bis Juli 1793 auf dem linksrheinischen Gebiet.
Das Jahr 1848 ist ein Jahr der revolutionären Erhebungen in Europa. Nachdem das französische Volk im Februar aufsteht und zum zweiten Mal die Republik ausruft, springt der revolutionäre Funke im März auf Ungarn, Italien und Deutschland über. Am 18. März kommt es in Mailand zum „Fünf-Tage-Aufstand“, parallel in Berlin zu Barrikadenkämpfen mit 270 Toten, darunter auch Frauen und Kinder. Am 22. März werden die „Märzgefallenen“ unter größter Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. König Friedrich Wilhelm IV. verneigt sich vor den Toten, beruft liberale Politiker in seine Regierung und verspricht, sich für die Einheit Deutschlands einzusetzen.
Am 18. März 1990 wird zum letzten Mal die Volkskammer der DDR gewählt. Diese Wahl ist zugleich die erste und einzige freie Wahl zur Volkskammer, die bis dahin nur zur Absicherung der Vorherrschaft der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) diente. Die Wahlbeteiligung betrug 93,4 %. Sieger war das Wahlbündnis „Allianz für Deutschland“, bestehend aus der ehemaligen Blockpartei CDU, der neu gegründeten Deutschen Sozialen Union (DSU) und dem Demokratischen Aufbruch (DA). Die friedliche Revolution hatte gesiegt, die Diktatur war beendet, der Weg zur Einheit in Freiheit stand offen.
Demokratiegeschichte ist ein Prozess, der voller Konflikte und Widersprüche steckt. Die deutsche Demokratiegeschichte ist dabei eng verwoben mit der europäischen und weltweiten Geschichte der Demokratie. Ein gemeinsames geschichtliches Bewusstsein trägt zur Identitätsbildung bei und kann ein verbindendes Element einer pluralen, offenen Gesellschaft sein.
Wer weiß, was war und die Geschichte kennt, kann die Zukunft erfolgreich aktiv mitgestalten. Denn Erfolge und Misserfolge vergangener Generationen zeigen uns immer wieder, was es bedeutet, für Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit einzustehen. Historische Vorbilder führen vor Augen, dass jede und jeder Einzelne etwas bewegen kann. Zugleich enthält unsere Demokratiegeschichte den Auftrag zu einer schonungslosen Auseinandersetzung mit der stets mehrdeutigen Vergangenheit.
Wer weiß, was war, kann Zukunft besser mitgestalten. Mit dem Tag der Demokratiegeschichte gibt es erstmals einen bundesweiten Aktionstag für die Geschichte unserer Demokratie. Ereignisse und Prozesse unserer Freiheits-, Verfassungs- und Parlamentsgeschichte sind von hoher erinnerungspolitischer Bedeutung. Gerade in Zeiten, in denen unsere freiheitliche Demokratie Zweifeln und Gefährdungen ausgesetzt ist, bilden sie eine wichtige Orientierung für unser gesellschaftliches und politisches Zusammenleben.
Der Tag wendet sich an alle Menschen, die in Deutschland leben und denen freiheitliche Demokratie etwas bedeutet. Menschen, die Anteil nehmen, sich einbringen und beteiligen. Menschen, die besser verstehen wollen, woher die Demokratie des Grundgesetzes kommt und worauf sie sich historisch gründet.
Der Tag der Demokratiegeschichte ist der 18. März. Im Jahr 2027 fällt dieser Tag auf einen Donnerstag. Der Aktionszeitraum schließt das darauffolgende Wochenende mit ein. Veranstaltungen zum Tag der der Demokratiegeschichte gibt es also von Donnerstag, dem 18. März bis Sonntag, den 21. März.
Veranstaltungen zum Tag der Demokratiegeschichte finden an vielen Orten statt: An historischen Orten der Demokratiegeschichte wie dem Hambacher Schloss, dem Berliner Friedhof der Märzgefallenen oder der Frankfurter Paulskirche, aber auch in Parlamenten, Rathäusern, Stadt- und Staatsarchiven, Museen, Bibliotheken, Theatern, auf Markt- und Stadtplätzen, in Schulen, Jugendzentren, in Gasthäusern, Dorfgemeinschaftshäusern und Vereinsheimen.
Rund um den Tag der Demokratiegeschichte gibt es vieles zu entdecken: Führungen, Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Diskussionen, Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Erzählcafés, Theater, Filme, Konzerte und künstlerische Aktionen. Die Angebote richten sich an eine breite Öffentlichkeit, für jeden ist etwas dabei. Spezielle Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien sind besonders gekennzeichnet.
Ja, kommen Sie und seien Sie dabei! Die meisten Veranstaltungen sind frei zugänglich. Bei einzelnen Veranstaltungen ist die Zahl der Plätze allerdings begrenzt. Die Mailadresse, unter der Sie sich jeweils anmelden können, finden Sie auf dieser Seite im Veranstaltungsverzeichnis.
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist in den allermeisten Fällen kostenfrei. Wenn ausnahmsweise Eintritt erhoben wird, weisen wir in den Veranstaltungsbeschreibungen darauf hin.
Für den Tag der Demokratiegeschichte 2027 können Sie ab dem 1. September 2026 Veranstaltungen anmelden – per E-Mail an: kontakt(at)tdg2027.de.
Ab diesem Tag können auch Anträge auf Förderung von Veranstaltungen gestellt werden. Der Antragszeitraum für die Förderung endet am 1. November 2026. Für Veranstaltungen, die keine finanzielle Förderung durch die Stiftung benötigen, bitten wir um Anmeldung bis zum 31. Januar 2027.
2027 können Sie als Veranstalter teilnehmen, wenn Sie Ihre Veranstaltung per E-Mail unter kontakt(at)tdg2027.de im Voraus anmelden. Die Anmeldung von Veranstaltungen ist online bis zum 31. Januar 2027 (23,59 Uhr) möglich. Das Anmeldeformular finden Sie im Bereich „Für Veranstaltende“ auf dieser Seite.
Gemeinnützige juristische Personen können bei Bedarf eine Mikroförderung von bis zu 1.500€ durch die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte beantragen. Nutzen Sie dazu die zusätzlichen Blätter („Förderung“ und „Finanzierungsplan“) im Anmeldeformular. Achtung: Anträge auf Förderung müssen bereits bis zum 01. November 2026 (23:59 Uhr) eingesandt werden.
Die Veranstaltung sollte öffentlich zugänglich sein und sich gezielt mit der Geschichte der Demokratie in Deutschland auseinandersetzen. Das geht besonders gut bei Veranstaltungen, die sich auf konkrete Orte der Demokratiegeschichte beziehen oder auf Personen, die für uns heute noch oder wieder Vorbild, Inspiration und Ermutigung sein können. Die Veranstaltung sollte dazu einladen, gemeinsam über unsere Demokratie, ihre Voraussetzungen und Perspektiven nachzudenken, gemeinsam Demokratie zu feiern, aber auch zu ihrer Stärkung und Verteidigung ermutigen.
Antragsberechtigt sind ausschließlich gemeinnützige juristische Personen des privaten sowie juristische Personen öffentlichen Rechts jeweils mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland. Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind nicht antragsberechtigt. Sie können aber als Kooperationspartner an Projekten teilnehmen oder über ihre Fördervereine Anträge einreichen.
Mein Projekt muss inhaltlich förderwürdig sein, d.h. sich auf Demokratiegeschichte fokussieren und im Aktionszeitraum vom 18. bis 21. März 2027 stattfinden. Die Veranstaltung soll öffentlich bekannt gemacht und kostenlos zugänglich sein. Der Finanzierungsplan muss zur Projektbeschreibung passen. Die Ausgaben für das Projekt müssen nachvollziehbar und wirtschaftlich sein. Allgemeine Hinweise finden Sie in den Fördergrundsätzen der Stiftung.
Bei der finanziellen Förderung zum Tag der Demokratiegeschichte können nur Sachmittel mit Projektbezug beantragt und gefördert werden. Dazu zählen z. B. Honorare, Reisekosten, Materialien und Gegenstände. Ausgaben für angestelltes Personal sowie Grundausstattung können nicht finanziell gefördert werden. Ausgaben für Catering sind nur im Ausnahmefall förderfähig.
Es ist ein Eigenanteil in Form von Barmitteln, Sachleistungen, Drittmitteln oder ehrenamtlicher Eigenleistung einzubringen.
Der Einsatz von fest angestelltem Personal kann nicht als Eigenleistung angerechnet werden.
Das Formular finden Sie hier. Bei Fragen zum inhaltlichen Teil wenden Sie sich bitte an Kontakt@tdg2027.de. Bei Fragen zum finanziellen Teil wenden Sie sich bitte an Rechnungseingang.SODG@dnb.de.
Wir prüfen Ihren Förderantrag inhaltlich und rechnerisch. Bei Klärungsbedarf kommen wir mit Rückfragen zum Antrag und zum Finanzierungsplan auf Sie zu. Wenn wir Ihr Projekt fördern können, erhalten Sie sobald wie möglich einen Zuwendungsbescheid von uns.
Die Einreichungsfrist für Förderanträge ist bis zum 1. November 2026, 23:59 Uhr.
Der Bewilligungszeitraum für die Durchführung des Projekts beginnt am 1. Januar 2027 und endet am 31. März 2027.
Der Mittelabruf ist der Weg, über den Sie die bewilligten Fördermittel von der Stiftung erhalten. Der Mittelabruf erfolgt in wenigen Schritten:
Wichtig: Der Mittelabruf muss innerhalb der Projektlaufzeit eingereicht werden. Den Zeitpunkt des Mittelabrufs können Sie innerhalb der Projektlaufzeit grundsätzlich flexibel wählen.
Nach Eingang der Mittel auf Ihrem Konto gilt eine 6-Wochen-Frist: Die abgerufenen Mittel müssen innerhalb von sechs Wochen nach Kontoeingang ausgegeben werden. Nicht fristgerecht verausgabte Mittel können zu Zinsen führen.
Der Verwendungsnachweis besteht aus zwei Teilen:
Sachbericht: Beschreiben Sie, wie das geförderte Projekt durchgeführt wurde und welche Ergebnisse erzielt wurden.
Zahlenmäßiger Verwendungsnachweis: Stellen Sie die bewilligten und tatsächlich entstandenen Ausgaben gegenüber.
Für beide Teile stellt die Stiftung entsprechende Vorlagen zur Verfügung.
Da es sich um eine Festbetragsfinanzierung handelt, müssen Belegliste, Einzelbelege und Verträge grundsätzlich nicht mit dem Verwendungsnachweis eingereicht werden. Diese sind nur im Rahmen einer vertieften Prüfung auf Rückfrage der Stiftung vorzulegen.
Wichtig: Die tatsächlichen Gesamtausgaben müssen mindestens die Höhe der von der Stiftung bewilligten Förderung erreichen. Ist dies nicht der Fall, sind die nicht zweckentsprechend verwendeten Fördermittel zurückzuzahlen.
Änderungen gegenüber dem bewilligten Projekt müssen der Stiftung unverzüglich mitgeteilt werden.
Je nach Art und Umfang der Änderung kann eine vorherige Zustimmung der Stiftung erforderlich sein. Dies betrifft insbesondere wesentliche Änderungen des Projekts, des Finanzierungsplans oder des Bewilligungszeitraums.
Wichtig: Nehmen Sie wesentliche Änderungen nicht eigenständig vor, sondern stimmen Sie diese vorher mit der Stiftung ab.
Eine wesentliche Änderung liegt beispielsweise vor, wenn die tatsächlichen Projektkosten deutlich niedriger ausfallen als geplant.
Der nächste Tag der Demokratiegeschichte ist der 18. März 2027.
Der Tag der Demokratiegeschichte findet jährlich statt –
am 18. März und dem darauf folgenden Wochenende.
Bis zum 31. Januar 2027 (23:59 Uhr) können Sie Ihre Veranstaltung anmelden. Nutzen Sie dazu das unten bereitgestellte Anmeldeformular (blau unterlegte Eingabefelder im Formular).
Gemeinnützige juristische Personen können außerdem bei Bedarf eine Mikroförderung von bis zu 1.500€ beantragen. Nutzen Sie dazu im unten bereitgestellten Anmeldeformular die zusätzlichen Blätter „Förderung“ und „Finanzierungsplan“ (grün unterlegte Eingabefelder im Formular). Die Anmeldefrist für Förderanträge endet am 01. November 2026, 23:59 Uhr.
Sie möchten sich beteiligen, wissen aber noch nicht genau, wie? Sie haben Rückfragen? Senden Sie uns eine Mail, wir beraten Sie gern!
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