Ausstellungseröffnung mit Podiumsgespräch: „Das Volk ist sich seiner selbst bewusst geworden. Die 10. Volkskammer der DDR“. Eröffnung durch den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Bodo Ramelow.
Es diskutieren Dr. Sabine Bergmann-Pohl (Präsidentin der 10. Volkskammer und letztes Staatsoberhaupt der DDR, Bundesministerin a. D. und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft e. V.), Dr. Gregor Gysi (Mitglied der 10. Volkskammer und Mitglied des Deutschen Bundestages) und Markus Meckel (Mitglied der 10. Volkskammer und letzter Außenminister der DDR).
Ort: Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Mauer-Mahnmal).
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forum W“ der Abteilung Außenbeziehungen, Europa und Analyse diskutieren die Historikerin Sonja Levsen (Tübingen), der Politikwissenschaftler Jens Hacke (Hamburg) und der Staatsrechtler Christoph Schönberger (Köln).
Das interdisziplinäre wissenschaftliche Streitgespräch widmet sich der bewegten Vergangenheit und herausfordernden Zukunft dieses Staatsmodells in Deutschland. Ort: Veranstaltungsfoyer des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses (MELH).
Bild: Foto der Veranstaltung im Deutschen Bundestag
Tag der offenen Tür zur Fotoausstellung „Gesichter der Freiheit – Stimmen der Demokratie“: Die Künstlerin ist vor Ort, begrüßt die Besucher*innen persönlich und gibt laminierte Bildmotive mit historischen Szenen (Kaiserreich, 1920er, 20. Jh.) als Kontrastimpuls aus. Entlang der Porträts entstehen Gespräche über Gesten, Körperhaltungen und Erfahrungen – mit der Leitfrage: Was bedeutet Demokratie, und warum ist Freiheit nicht selbstverständlich?
In einer zunehmend pluralen Einwanderungsgesellschaft steht Erinnerungskultur vor neuen Herausforderungen: Unterschiedliche historische Erfahrungen, Perspektiven und Narrative treffen aufeinander und fordern etablierte Formen des Erinnerns heraus. Schulen als zentrale Orte politischer Bildung tragen eine besondere Verantwortung, junge Menschen zu einer reflektierten, dialogfähigen und demokratischen Auseinandersetzung mit Geschichte zu befähigen. Die Podiumsdiskussion am Kreisgymnasium St. Ursula in Haselünne soll hierzu einen aktiven Beitrag leisten.
„Wege zur Demokratie – in Weinheim und der Welt“ heißt der Vortrag von Heiner Bernhard am 18. März um 19 Uhr. Nach einem Blick auf die heutige Situation in Deutschland schildert Weinheims ehemaliger Oberbürgermeister die wenig erfreuliche Demokratiegeschichte von den verheißungsvollen Anfängen im alten Athen bis zum Ende des Absolutismus. Ausgehend von der Aufklärung als Fundament der Moderne spricht er die Demokratisierung in Nordamerika und Frankreich an mit deren Auswirkungen auf die Entwicklung in Deutschland – insbesondere im 19. Jahrhundert. Weinheimer demokratische Sonderwege in der Zeit vor der Geltung der Gemeindeordnung runden den Vortrag ab.
„Kein Tag steht so sehr für des jahrhundertelange deutsche Ringen um Demokratie wie der 18. März.“ (Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier). Aus Anlass dieses Erinnerungs-Tages hat der Verein „Baltringer Haufen – Freunde der Heimatgeschichte“ bei der vor Jahresfrist enthüllten „Freiheitsstatue“ auf dem Dorfplatz in Mietingen-Baltringen ein Banner zur Bedeutung des 18.März in der deutschen Geschichte platziert.
Nur wenige Tage vor dem 18.März hat das Bauernparlament aus Vertretern des Baltringer Haufens sowie des See- und Allgäuer Haufens im Jahre 1525 in Memmingen die Zwölf Artikel und die Bundesordnung beschlossen. Den Zusammenschluss der drei Haufen haben die Baltringer in die Wege geleitet. Die Zwölf Artikel wurden am 19.März 1525 zum ersten Mal gedruckt und werden als erste Menschenrechtserklärung in Deutschland betrachtet. Sie basieren auf den Beschwerdeschriften der Baltringer Bauern. In der Bundesordnung umreißt das Bauernparlament die Idee einer oberschwäbischen Eidgenossenschaft und gewährleistet eine demokratische Mitwirkung auf regionaler Ebene. „Der Auftrag von 1525 lautet heute,“ enden die Ausführungen auf dem Banner, „die mit dem Grundgesetz errungenen Rechte und Werte nicht zu gefährden, sondern zu verteidigen.“ Laufzeit der Ausstellung: bis 24. März 2026.
1989/90 markierte einen tiefgreifenden historischen Umbruch – auch in der Hansestadt Stendal. Die thematische Stadtführung mit Stadtführer Arne Marzahn führt zu zentralen Orten der Wendezeit in Stendal und beleuchtet Ereignisse, Akteure und Entwicklungen zwischen Friedlicher Revolution und deutscher Einheit. Erfahren Sie, wie gesellschaftlicher Wandel, Bürgerengagement und neue Freiheiten das Leben in Stendal nachhaltig prägten.
Die Stadtführung beginnt am Markt (Markt 1, 39576 Stendal). Die Führung ist kostenfrei und endet an der Stadtbibliothek.
Das Ludwig Erhard Zentrum präsentiert zum Tag der Demokratiegeschichte die Wanderausstellung des Vereins Weimarer Republik e.V. Filme, Ausstellungstafeln und historische Bildquellen beleuchten politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aspekte der ersten deutschen Demokratie. Es lohnt, sich an die Weimarer Republik zu erinnern. Einige der damaligen Probleme sind erstaunlich aktuell und wir können wertvolle Lehren aus der Vergangenheit ziehen.
Der Autor und Journalist Helmut Ortner stellt sein aktuelles Buch „Gnadenlos deutsch – Von der Gegenwart der Vergangenheit“ vor. In Essays und Reportagen setzt sich Ortner mit der fortwirkenden Bedeutung der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinander und fragt, wie demokratische Gesellschaften heute mit Geschichtsrevisionismus, populistischen Angriffen auf Erinnerungskultur und antidemokratischen Tendenzen umgehen können.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, über die historische Verantwortung und die Gegenwart der Demokratie in Deutschland zu diskutieren: Wie viel muss eine Demokratie aushalten? Wo liegen ihre Grenzen? Und welche Rolle spielt die Erinnerung an die NS-Zeit für die Verteidigung demokratischer Werte heute? Diese Fragen stellen wir uns in einem Haus der Demokratiegeschichte, dem „Alten Landratsamt“ – einem Ort, der wechselvollen deutschen Demokratiegeschichte.
Der Eintritt ist frei. Anmeldung über die Seite der vhs Moers erbeten.
Das Stück „Andersland“ behandelt die Themen Demokratie und Mitbestimmung. Es dient als Einstieg, um mit Kindern über die lokale Demokratiegeschichte zu sprechen. Im historischen Rathaus erfahren sie, dass eine Demokratie wachsen muss und dass sie nur gemeinsam lebendig bleibt. Nach der Aufführung können die Schüler*innen den Großen Rathaussaal kennenlernen und dem Bürgermeister Fragen stellen. Lehrkräfte erhalten Begleitmaterial. Zwei Aufführungen: 10:45 und 12:15 Uhr (c) Stadt Minden
Unser Haus verfügt seit einiger Zeit über einen Fotoschatz aus den Zeiten der Bonner Republik die dem Gustav-Stresemann-Institut (GSI) von den Bonn-/Berliner Gastronomen der „Ständigen Vertretung (StäV)“ zur Verfügung gestellt wurde. Die in den Räumlichkeiten des GSI gezeigte Ausstellung bietet viele Impulse zum Austausch und zur Reflexion. Welche Erinnerungen haben wir ggf. selber noch an die Zeit? Wie nehmen wir die Fotos heute wahr? Welche Vorstellungen haben wir von der politischen Landschaft damals? Und wie unterscheiden sich die Eindrücke von der
politischen Kommunikation heute?
Foto: Gustav-Stresemann-Institut (Fotografin: Bernadett Yehdou, Bonn)
In der Schule lernen wir, dass die Anfänge der Demokratie im antiken Griechenland liegen. Damit fußt unser Denken über Mitbestimmung, Teilhabe und Öffentlichkeit auf einer mehr als 2000 Jahre alten Geschichte. Doch wie demokratisch war die „Musterdemokratie“ in Athen um 500 v.Chr. aus unseren Schulbüchern nach unserem heutigen Verständnis eigentlich? Diese Führung anlässlich des Tages der Demokratiegeschichte betrachtet die Anfänge im alten Griechenland und schlägt den Bogen in die Gegenwart.
Vielleicht ist es kein Zufall, dass der Frühling und die deutsche Demokratiegeschichte kalendarisch so eng beieinanderliegen. Wenn wir auf den März 2026 zurückblicken, sehen wir mehr als nur eine Aneinanderreihung von Gedenkveranstaltungen. Wir sehen ein Land, das begonnen hat, seine eigenen Freiheitserzählungen mit neuem Stolz und kritischer Wachsamkeit zugleich zu lesen. Zum ersten Mal wurde der 18. März bundesweit als Tag der Demokratiegeschichte begangen. Ein Datum, das wie kaum ein anderes die Brüche und Aufbrüche unserer Nation symbolisiert: Von den mutigen Parlamentariern der Mainzer Republik 1793 über die Barrikadenkämpfer von 1848 bis hin zu jenen Ostdeutschen, die 1990 in der ersten freien Volkskammerwahl den Weg zur Einheit ebneten.
Der Tag der Demokratiegeschichte ist ein bundesweites Veranstaltungsformat, das die Geschichte der deutschen Demokratie erlebbar macht – durch Ausstellungen, Vorträge, Workshops und mehr.
Die Veranstaltungen richten sich an alle Interessierten – Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrende sowie die breite Öffentlichkeit. Der Eintritt ist bei den meisten Veranstaltungen kostenlos.
Die Veranstaltungen des Jahres 2026 fanden an verschiedenen Orten in ganz Deutschland statt – in Museen, Bibliotheken, Schulen und öffentlichen Plätzen.
Die Anmeldung für künftige Veranstaltungen erfolgt über die jeweiligen Veranstaltungsseiten auf dieser Website. Alternativ können Sie sich für unseren Newsletter anmelden, um keine Neuigkeiten zu verpassen.